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Klassische Homöopathie

Eigentlich gibt es nur eine Homöopathie. Wenn sich alle Therapeuten an die klassischen Grundregeln der Disziplin halten würden, so bräuchten wir nicht das Wörtchen „klassisch“ voranstellen. Leider gibt es aber eine ganze Anzahl „homöopathischer Stilblüten“, die mit der ursprünglichen von Dr. Samuel Hahnemann (1750-1843) entdeckten, systematischen Heilkunst nicht mehr viel gemeinsam haben.
Bei der klassischen Homöopathie werden sehr detailgetreu die Beschwerden des Kranken erfaßt und darauf ein passendes homöopathisches Arzneimittel verordnet.
Homöopathisch bedeutet vom Wort her nichts anderes als „ein ähnliches Leiden erzeugen“. In der Homöopathie kommen deshalb beim Kranken Arzneien zur Anwendung, welche beim Gesunden in hoher Dosierung ein ähnliches Krankheitsbild erzeugen können, das sie beim Kranken heilen sollen. Diese Vorgehensweise ist auf den ersten Blick ungewohnt, da wir die Krankheit ja eigentlich „bekämpfen“ und nicht „fördern“ wollen. Dennoch kommt es durch den homöopathischen Behandlungsansatz oft überraschend schnell zur Wiederherstellung der Gesundheit. Es ist nämlich eine Tatsache, daß der Organismus durch eine homöopathische Arznei in starkem Maße dazu angeregt wird, dem Krankheitsprozeß entgegenzuwirken. In diesem Sinne ist die Homöopathie eine Form der gezielten Reiztherapie. 
Die Regulationsvorgänge des Organismus beantworten den homöopathischen Reiz immer mit einer sanften aber beständigen Gegenreaktion! Diese Art und Weise auf Arzneireize zu reagieren stellt ein unumstößliches und reproduzierbares Naturgesetz dar, und die Homöopathie macht sich dieses Gesetz auf geniale und einfache Weise zu Nutze. Die Heilung findet auf einer sehr tiefen Ebene statt. Die Homöopathen sprechen von einer Korrektur der Lebenskraft. Ist das innere Gleichgewicht nach einer solchen Heilung erst einmal wieder hergestellt, benötigt der Organismus keine weitere Arznei mehr.

 

Pulsatilla
Pulsatilla

Pulsatilla -  die Küchenschelle- ist ein häufiges und vielseitig einsetzbares Arzneimittel in der Homöopathie. Es findet unter anderem Einsatz bei Gemütsstörungen. Die Menschen, die diese Arznei benötigen, sind häufig „nahe ans Wasser gebaut“ und ihre Beschwerden können durch Zuspruch sehr gelindert werden. Es ist ebenfalls ein wichtiges Heilmittel bei der akuten Mittelohrentzündung der Kinder. Auffallende Symptome können dabei eine weinerliche und anhängliche Gemütsverfassung, sowie eine starke Durstlosigkeit und das Verlangen nach kühlen Umschlägen sein.

 

 

Immer häufiger findet man heute Therapeuten, die sogenannten „Komplexmittelhomöopathen“, welche mehrere Arzneien gemeinsam verordnen. Die Verordnung dieser sogenannten Komplexmittel steht dem Grundgedanken der Homöopathie jedoch entgegen. Diese Arzneien werden ja nicht aufgrund des konkreten Beschwerdebildes, sondern aufgrund einer Krankheitsdiagnose verordnet. Wenn sie im Einzelfall überhaupt wirken, so wirken sie keineswegs so effektiv und tiefgreifend wie die sorgfältig ausgesuchten Einzelmittel. Homöopathie ist eben eine Heilkunst bei der es nur in der Befolgung vieler Gesetzmäßigkeiten zum erwünschten Erfolg kommt und Patentrezepte helfen auch bei dieser Therapie nicht. Sie ist und bleibt eine Individualtherapie, denn kein Kranker hat trotz gleicher Diagnose wirklich identische Symptome wie ein anderer. Eine Diagnose sagt nur  wenig darüber woran ein kranker Mensch wirklich leidet.
In der Klassischen Homöopathie braucht man übrigens zur Ausheilung einer länger dauernden Erkrankung zumeist auch mehrere Heilmittel, da eine chronische Krankheit ein vielschichtiges Geschehen ist. Die Arzneien werden aber nacheinander in Abfolge gegeben. Ein Arzneiwechsel ist dann angezeigt, wenn sich das Beschwerdebild während der Heilung abändert und eine neue Arznei der neu entstandenen Situation homöopathisch besser entspricht.

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